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Muotathal

Die Gemeinde mit der Portion Eigensinn

Der Name Muotathal ist weit über die Landesgrenzen bekannt. Besucher verbinden den Namen mit Natur, Urtümlichkeit und Brauchtum. So ziehen das Hölloch, die Glattalp und die Bödmeren-Silberen Jahr für Jahr unzählige Naturliebhaber an, vermitteln tiefe Eindrücke und spenden neue Kraft.

Das Muotatal ist ein in sich geschlossenes wildromantisches Voralpental mit flacher Talsohle, steilen Seitenwänden, Wasserfällen und reissendem Fluss. Als flächenmässig grösste Schwyzer Gemeinde (Gemeindeteile: Muotathal, Hinterthal, Bisisthal, Ried) bildet sie den südöstlichen Teil des Kantons. Ihr weitaus grösster Teil besteht allerdings aus Fels und Stein, unter anderem aus dem Karstgebiet Bödmern/Silbern.

Geschichte
Das Tal wurde wahrscheinlich um 700 durch Alemannen besiedelt. Die Geschichte der Gemeinde Muotathal begann mit der Gründung eines eigenen, von Schwyz abgetrennten Kirchganges (= Pfarrei). Die erste urkundliche Erwähnung des Namens finden wir im Jahre 1243 als «Muotathal» (Muot = wild; Aa = Fluss).

1291 bestand das Land Schwyz nur aus den drei Kirchgängen Schwyz, Steinen und Muotathal. Sie bildeten zusammen ein politisches Gemeinwesen mit Landsgemeinde und Landammann. In der sogenannten Allmeinde besassen die Landleute einen riesigen Grundbesitz, nämlich alle Wälder, Gewässer und Alpen dieser Gegend. Dadurch entstand ein starkes Selbstbewusstsein, das sich in einem unbeugsamen Freiheitswillen äusserte. Die Abgeschlossenheit des Tales unterstützte die Erhaltung der Ursprünglichkeit in Sprache, Kultur und Brauchtum.

General Suworow
Die Wirren der Franzosenzeit bekam die Bevölkerung besonders an jenem 27. September 1799 zu spüren, als der russische General Suworow mit Tausenden seiner Soldaten über den Kinzigpass ins Tal einfiel, um die Franzosen in Schwyz zu schlagen. Er selber nahm im Frauenkloster zwei Tage Quartier und zog dann weiter über den Pragelpass nach Glarus, weil er an der heute nach ihm benannten Suworowbrücke eine Niederlage erlitten hatte.

Weitere Informationen

 Wander-Panoramakarte Stoos-Muotatal mit Morschach & Illgau (3,24 MB)
Stoos-Muotatal Tourismus GmbH
Grundstrasse 232
6430 Schwyz
Tel. +41 (0)41 818 08 80
info@stoos-muotatal.ch
www.stoos-muotatal.ch
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Infobox

Sehenswertes
Ein reiches Vereinsleben zeichnet das Leben im Tal aus. Besonders die Musik steckt den Muotathalern im Blut. Auch der Sport wartet mit Spitzenleistungen auf. Weitherum bekannt sind die Muotathaler Wetterpropheten, die aufgrund eigener Tier- und Pflanzenbeobachtungen Jahreswetterprognosen erstellen.

Die Gründung des Frauenklosters St. Josef mit Suworowzimmer (1693) und dem einzigen romanischen Kirchenraum (1347) im inneren Land Schwyz geht auf das Jahr 1288 zurück. Es ist damit älter als die Eidgenossenschaft. Der Gründungsbrief ist noch vorhanden.

Das Höllloch, entdeckt 1875, ist eines der grössten Höhlensysteme der Welt und misst rund 180 Kilometer vermessene Gänge. Es ist im vorderen Teil für Besucher ausgebaut und kann besichtigt werden.

Das Naturreservat Bödmernwald ist der grösste Urwald der Schweiz. Die Karrenfelder im Bödmern-, Silbern- und Twärengebiet, aber auch in der Gegend des Glattalpsees bilden das grösste Karstgebiet der Schweiz.

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