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"Der Traum vom grossen blauen Wasser" von Karl Saurer

27
Nov.
-
30
Nov.2022
"Der Traum vom grossen blauen Wasser" von Karl Saurer
Willerzeller Viadukt im Bau
"Der Traum vom grossen blauen Wasser" von Karl Saurer
AntonGyr - "s'Leisis"
"Der Traum vom grossen blauen Wasser" von Karl Saurer
Die Überflutung beginnt
"Der Traum vom grossen blauen Wasser" von Karl Saurer
Rückseite des Flyers
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Ein Film über das grösste Speicherbecken der Schweiz, den Sihlsee, der auf Kosten des einst bewohnten Hochtals geschaffen wurde. Eine Story, die mitten in die die Energiedebatte führt.
„Der Traum vom grossen blauen Wasser –
Fragmente und Fundstücke einer Hochtal-Geschichte“

Wenn im kommenden Winter trotz drohenden Strommangels die SBB-Züge fahren, so hat das auch mit dem Sihlsee zu tun. Mit dessen Wasserkraft wird seit nunmehr über achtzig Jahren das Bahnnetz mit CO2-neutraler Energie gespeist. Der 1993 entstandene und jetzt wunderschön restaurierte Film „Der Traum vom grossen blauen Wasser“ könnte aktueller nicht sein: er trifft ins Herz der gegenwärtigen Energie-Debatte.

Am 19. April 1937 begann um 10.49 Uhr die Stauung der Sihl am Etzel. Die Wasser des Sees bedeckten schliesslich mehr als 11 km2 enteignetes Land. Über 85% davon war bis dahin landwirtschaftlich genutzt worden. Mehr als 120 Bauernhöfe, Kapellen, Ställe, Brücken, Wie-sen und Torffelder fielen der Überflutung zum Opfer. An die 1700 Personen waren existenziell vom Verlust betroffen. Mitten in einem Siedlungsgebiet errichtet, ist der Sihlsee bis heute das grösste Speicherbecken der Schweiz für ein Wasserkraftwerk.

Mit „Der Traum vom grossen blauen Wasser“ fing Karl Saurer (1943-2020) die gut hundert Jahre umfassende Entwicklung dieser Veränderung bildstark ein. Erinnerungen ausgesiedelter Bauern, historische Aufnahmen der Bauphase, digitale Bildsimulationen grosser Vorgänger-projekte, Zeugnisse ehemaliger Arbeiter veranschaulichen, unter welch besonderen Bedin-gungen das Seebecken, die Dämme und Staumauer entstanden sind. Widersprüche zwischen voralpiner Agrar-Region und industrialisiertem Unterland rücken ins Bild. Konflikte zwischen Eigenständigkeit und Fremdbestimmung, ökonomischen und ökologischen Interessen werden sichtbar. Der Film führt bis in jüngste politische und wirtschaftliche Auseinandersetzungen zur Verwertung der Wasserkraft – bis heute die wichtigste Energiequelle der Schweiz.

Vor einigen Jahren lief der Vertrag zur Nutzung des Sihlsees ab. Die SBB als Eigentümer des Speicherbeckens und Kraftwerkanlage müssen in diesem Herbst und Winter mit den Kanto-nen Schwyz, Zug und Zürich einen neuen Konzessionsvertrag für die Nutzung der Gewässer der Sihl schliessen. Ende November gelangt die Vorlage in den Bezirken Einsiedeln und Höfe zur Abstimmung. Danach befinden die Zürcher, Zuger und Schwyzer Regierungsräte darüber.

Im Licht der heutigen Entwicklung kommt diesem Dokumentarfilm eine grosse Aktualität und exemplarische Bedeutung zu. Zentral geht es dabei um die Frage, wie die Ressource Wasser und der daraus gewonnene Strom gesellschaftlich bewertet werden. Der bildstark restaurier-te Film führt mitten in die jetzt geführte Debatte um Wasser, Naturschutz und Strom.

Gut zu wissen

Datum
Sonntag, 27. November 2022 11:00
Weitere Daten
Sonntag, 27. November 2022 15:30
Montag, 28. November 2022 20:15
Mittwoch, 30. November 2022 20:15
Ergänzende Zeitangaben
Der Film läuft in den nächsten Wochen auch in folgenden Städten: Luzern, Zug, Schwyz, Zürich, Rapperswil, Stans, Sins, Heiden, Wädenswil, Chur, Bern, Biel, Lavin.
Vergleiche die genauen Spieldaten und -orte oben bei den Bildern
Lokalität
Cineboxx 1
Schnabelsbergstrasse
8840 Einsiedeln
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Veranstaltungsort

Cineboxx 1
Schnabelsbergstrasse
8840 Einsiedeln